Der rosa Elefant beim Interview: Jede Mutter ist ein Individuum

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Photo by  Lisa Maree Williams/Getty Images via picapp.com

 

In einem Leserbrief an die Financial Times schrieb vor kurzem eine Mutter von 3 Kindern unter 6 Jahren, die einen Vollzeitjob sucht, dass sie dabei einige Probleme in Interviews hat. Sie befürchtet, dass der generelle Wunsch von arbeitenden Müttern nach Job-Flexibilisierung und Teilzeitarbeit als allgemeingültig betrachtet wird. Kaum jemand kann sich noch vorstellen, dass Mütter auch Vollzeit arbeiten möchten und können.

Wenn man schon seine Mütteraufgaben in Jobinterviews ausgedehnt diskutieren muss (siehe älterer Post), dann wäre es doch fein, wenn man als Individuum behandelt würde. Es gibt Mütter, die gerne zuhause bleiben, solche die gerne Teilzeit arbeiten und solche die gerne Vollzeit arbeiten. Jede ausgefüllte und halbwegs entspannte Mutter ist die beste für ihre Kids und hat ein gutes Leben. Ist ja immer spannend, wenn Personalleute besser zu wissen glauben, was sich in meinem Leben mit meiner Organisation so alles gut ausgeht und was nicht … Wahrscheinlich muss ich einfach gut überzeugen können, dass ich auch mein Privatleben gut organisiert habe.

Meine Vorbereitungsliste für ein Interview:

  1. Kinderablauf und Verantwortungen in der Familie erklären können
  2. Kinderbetreuung inkl. Notfallsnetzwerk bei Krankheit erklären können
  3. Klare Darstellung der eigenen Grenzen (bei einem 40 Stunden-Job: kann ich Überstunden machen, vielleicht nur von zuHause/abends?, was geht überhaupt nicht?)
  4. Liste bekannter Frauen in gleicher Arbeitssituation, die das eine Weile schon erfolgreich schaffen

Welche Erfahrungen/Tipps hast Du parat?

2 Antworten zu “Der rosa Elefant beim Interview: Jede Mutter ist ein Individuum

  1. Ich kann das leider nur bestätigen. Da ich mich überwiegend im öffentlichen Dienst beworben. Dort darf man nicht offiziel gefragt werden wie man arbeiten möchte, aber man hat es an den Reaktionen und Absagen gemerkt wie über berufstätige Mütter gedacht wurde.

    Ich habe dann die Vereinbarkeit/Vorstellungen immer von mir aus angesprochen, denn manchmal ist „Frauenschutz“ nachteilig für die Suche. Die Gedanken mancher Chefs sind „schlimmer“ als die gewünschte Realität von uns Mamas.

    Mein jetziger Arbeitgeber hatte zum Glück kein Problem damit, dass ich zwei kleine Kinder hatte und hat mich unbefristet und fest eingestellt. Und bisher hat es für beide Seiten gut geklappt. Vielleicht hat aber auch mein Lebenslauf geholfen der zeigte, dass ich seit fast 3 Jahren mit Kindern gearbeitet habe.

    Meine „schlimmste“ Cheferfahrung als berufstätige Mutter hatte ich übrigens mit einer Frau. Die hat mich ständig als „Kindchen“ bezeichnet und offen gesagt, dass sie mich für nicht belastbar hält mit zwei kleinen Kindern. Und das noch vor meinem ersten Arbeitstag. Wurde damals über Liste zugewiesen. Die gesamte Zeit war ein Kampf und ich war mehr als froh als ich etwas anderes gefunden habe.

    Ach ja ich arbeit 82% und es klappt für unsere Familie sehr gut. Vollzeit wäre mir zuviel, da mein Partner auch beruflich sehr eingespannt ist und mir daher mein freier Tag in der Woche wichtig ist.

  2. Hallo aupairfamilienrw!

    Da hast Du einen wichtigen Punkt kommentiert: je länger man berufstätige Mutter ist, desto besser kann man mit der bisherigen Joberfahrung beweisen, dass man mit der Arbeit/den Kindern genau umzugehen weiss und alles im Griff hat.

    Super blog übrigens, besonders Dein Eintrag über Vereinbarkeit.
    Alles Gute noch!

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